Indisch in Charlottenburg beim Bombay Café Bunty’s

Denkt man an ayurvedische Küche, denkt man oftmals an indische Küche. Und weil nahezu die ganze Berlin Foodie-Szene bereits in den Westen zum kürzlich eröffneten Bombay Café Bunty’s gepilgert ist, haben wir uns diese Adresse auch für unseren ayurvedischen Monat abgespeichert. Nun waren wir also da.

Wir kamen zu einem späten Lunch in der Knesebeckstraße an. Die Tür des Bunty’s offen, das Restaurant aber leer. Wir sind offenbar die einzigen Gäste an diesem Donnerstag Nachmittag. Der Besitzer Suhasish Chakraborty, genannt Bunty, empfängt uns. Gespannt sind wir, was das Bombay Café Bunty’s anders machen will, als die bisher üblichen bekannten wie Chutnify oder das direkt gegenüberliegenden Buddha Republic.

Bunty nimmt sich Zeit und erklärt uns die Karte. Der gebürtige Inder, dessen Familie in Mumbai ebenfalls in der Gastronomie und Hotellerie tätig ist, kam von London nach Berlin, weil er mal was Neues machen wollte. Und indische Küche in London ist schon groß. In Berlin gäbe es da aber noch Bedarf.

Im Bunty’s gibt es daher typische indische Gerichte wie die Hoppers, die es sonst eher selten auf die Speisekarten schaffen. Hoppers, das sind südindische Pfannkuchen, die mit verschiedenen Füllungen kommen. Wir haben eine vegetarische Variante und finden das Gericht super. Ein bisschen anders als sonst und dennoch vertraut. Was sicher auch am indischen Rahmkäse Paneer liegt. Neben diesen typisch indischen Rezepten, gibt es aber auch eher indisch inspirierte Gerichte auf der Karte. Es gibt zum Beispiel Bunny Chow, was man eher aus Südafrika kennt. Wir bekommen aber noch ein wirklich knuspriges Grünkohl Tempura Chaat mit verschiedenen Saucen und das Gemüse Tahli serviert.

Im ersten Moment sind die Saucen, die es bei den meisten Speisen gibt lecker, im nächsten Moment erinnert es uns eher an japanische Okonomiyaki mit Mayonnaise. Generell ist es ein bisschen viel frittiert und ein bisschen viel Sauce und Dip, als dass es noch leichte Küche sein kann. Hier wird übrigens nicht nach dem ayurvedischen Prinzip gekocht.

Bunty hat viel zu erzählen. Aus seinem Leben und welche Gäste bereits zu Besuch waren. Er sagt aber auch, dass es etwas schwieriger ist die Leute in Charlottenburg mit etwas Neuem zu begeistern. Doch wenn sie erst mal da gewesen sind, kommen sie auch wieder. So wie all die prominenten Persönlichkeiten, die er aufzählt. Dabei ist das Bunty sicher kein Laden, in dem man wegen des Interieur-Designs kommt. Fast schlicht und zusammengewürfelt wirkt es. Groß ist es auch. 80 Plätze gibt es. An diesem Nachmittag bleiben nahezu alle leer.

Den großen Hype um das Bunty’s können wir nicht so ganz nachvollziehen, auch wenn Hopper und Tahli uns gefallen und sehr gut geschmeckt haben. Bleibt abzuwarten wie es sich in der Gegend entwickelt.

Bombay Café Bunty’s
Knesebeckstraße 18, 10623 Berlin-Charlottenburg
Telefon: 01511 766 39 86
Di–Fr 12–23 Uhr, Sa&So 17–23 Uhr
Vorspeisen ab 5,90 Euro / Hauptgerichte ab 13,90 Euro

Anmerkung: Wir wurden vom Restaurant eingeladen, der Artikel spiegelt aber unsere persönliche Meinung wider.

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