Sonntagsgericht: Elenas Apfelkuchen nach russischem Familienrezept

Apfelkuchen nach Elenas FamilienrezeptVor einigen Monaten war ich bei Elena zum Kaffeeklatsch eingeladen, zu dem sie mich mit einem Apfelkuchen überraschte, der einfach unglaublich schmeckte. Dieser Kuchen hatte eine sehr knusprige Kruste, einen fluffigen weichen Teig und ein intensives süßes Apfelaroma. Klar, dass ich dazu das Rezept haben wollte und das, obwohl ich eigentlich backen nicht mag, da es für mich immer wie eine eigenständige Wissenschaft anmutet und ich Leute bewundere, die einfach 1, 2, 3 einen Kuchen oder gar Torten zaubern können.

Aber Elena meinte, dass dieses Rezept so einfach ist, dass es jedem gelingt und selbst auch Männer hierbei nichts falsch machen können. So standen wir nun zusammen in der Küche um mich Backmuffel eines besseren zu belehren. Und ja, der Kuchen ist wirklich sehr einfach und schnell gemacht und bietet super viele Möglichkeiten für Abwandlungen. Wir präsentieren euch hier die Basis-Version. Wie man ihn am besten abwandeln kann? Einfach vielleicht ein bisschen Zimt mit in den Teig geben, oder ein paar (karamellisierte) Nüsse, statt Äpfel Birnen verwenden oder oder. Einfach das kombinieren, auf das man gerade Lust hat und was die Vorratskammer hergibt.

In Russland heißt dieser Kuchen übrigens Charlottka und wie mir Elena beim Zubereiten erzählte, ist das sogar ein ursprünglich britisches Rezept und mittlerweile gibt es unzählige Varianten. In seiner Ursprungsversion wurde dieser Kuchen auch oft mit einer Schicht Pudding serviert. Dazu dann einfach am besten den Kuchenteig nach dem Backen teilen und zwischen die Böden eine Schicht Pudding geben.

Elena empfiehlt für einen besonders intensiv schmeckenden Kuchen die Äpfel einige Tage liegen zu lassen, bis sie schon leicht schrumpelig sind. Ihre Faustregel bei der Menge der Zutaten ist übrigens: 1 Tasse Mehl + 1 Tasse Zucker, 4 Eier und 4 Äpfel. Für alle, die es genau wissen wollen, haben wir die Zutaten aber auch abgewogen.

Also alle – auch die Männer! – ran ans Kuchen backen, so lange es jetzt wunderbare geschmacksintensive Äpfel gibt und eure Liebsten überraschen.

Die Zutaten für einen Kuchen mit 21 cm Durchmesser

(funktioniert auch mit einer größeren Form, dann hat man einfach mehr leckere Kruste und einen weniger hohen Teig)

  • 150 g Mehl
  • 210 g Zucker
  • 4 Äpfel (mittelgroß, gerne rote Sorten, z.B. Boskoop oder Cox Orange)
  • 4 Eier (zimmerwarm)
  • Mark einer Vanilleschote bzw 1 TL gemahlene Vanille
  • etwas Butter oder Öl für die FormDie Zutaten für den Apfelkuchen

Die Zubereitung (15 min. + etwa 45 min Backzeit)

1. Den Ofen auf 240°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Die Äpfel waschen, trocken rubbeln und dann, wer hat mit einem Apfelentkerner entkernen oder halbieren und Gehäuse rausschneiden. Je nach vorhandener Zeit oder Belieben die Äpfel zu dicken oder dünnen Spalten schneiden. Die Schale kann dran bleiben!

3. Zwei ähnlich große Rührschüsseln bereit stellen. Zuerst die Eier trennen. Eiweiß in eine und Eigelb in die andere Schüssel. Eiweiß und die Hälfte des Zuckers mit den Schneebesen des Küchenmixers steif schlagen, bis man die Schüssel quasi umdrehen kann und das Eiweiß sich nicht vom Fleck bewegt.

4. In die Schüssel mit dem Eigelb die andere Hälfte des Zuckers dazu und das Mark der Vanilleschote geben und alles ebenfalls mit den Schneebesen schaumig aufschlagen.

5. Eigelbmischung vorsichtig unter das Eiweiß gießen, erstes Drittel vom Mehl dazu geben – am besten gesiebt – und vorsichtig ohne Küchenmaschine, sondern nur mit Backlöffel unterheben bzw. vermengen. Wenn keine Mehlflocken mehr zu sehen, das restliche Mehl nach und nach dazugeben und wirklich nur vorsichtig mit dem Backlöffel unterheben bis kein Mehl mehr zu sehen ist und alles ein geschmeidiger Teig ist. Hier gilt wirklich nicht zu stark rühren!

6. Backpapier auf den Boden der Kuchenform geben und dann in die Form spannen. Rund herum überstehendes Papier abschneiden und hoch klappen, sollte der Saft von den Äpfel austreten, kleckert er so nicht auf den Boden des Ofens. Boden und Wände der Kuchenform mit weicher Butter einfetten.

7. Äpfel in die Form geben und kreisweise anordnen.

8. Teig vorsichtig darüber gießen und ab damit in den Backofen bei 200°C. Eine Uhr zunächst auf 30 Minuten stellen. Nach abgelaufener Zeit dann mit einem Holzstäbchen vorsichtig in den Kuchen stechen und prüfen, ob der Kuchen noch etwas länger braucht. Unser Kuchen hat in meinem Backofen dann 45 min. gebraucht. Das kann natürlich von Ofen zu Ofen etwas variieren. Fertig ist der Kuchen, wenn die Kruste oben schön gebräunt und kross ist und am Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt, sondern das Stäbchen trocken wieder raus kommt.

9. Aus der Form lösen und mit etwas gesiebten Puderzucker bestreuen.

Dazu passt natürlich auch frisch aufgeschlagene Sahne oder Pudding oder Vanillesauce oder oder…. Aber auch pur ist dieser fluffig leichte Kuchen ein Traum.

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