Sonntagsgericht – Bulgogi (mariniertes Rindfleisch) mit Glasnudeln

Als ich 14 Jahre jung war, gab es unter meinen Freundinnen den Trend kein Fleisch mehr zu essen. Manche ernährten sich aus moralischen Gründen vegetarisch, bzw. weil ihre Tierliebe größer war als ihr Appetit auf Fleisch. Andere verzichteten drauf, weil es irgendwie en vogue war, sich Vegetarier zu nennen. Ich gehörte zu den Letzteren. Über mehrere Wochen hielt ich mich dran, kein Fleisch oder fleischliche Produkte zu essen und empfand den Verzicht auch nicht als besonders anstrengend. Bis ich eines Tages aus der Schule kam und meine Mutter in der Küche Bulgogi zubereitete. Wer Bulgogi kennt, kann das Gericht aus kilometerweiter Entfernung am Geruch erkennen. Ich kam also als frische gebackene stolze Vegetarierin nach Hause, welches erfüllt war von diesem unwiderstehlichen leicht süßlichen Duft von Bulgogi und sofort floss mir das Wasser im Mund zusammen. Plötzlich wurde mir bewusst, dass ein Leben als Vegetarierin den Verzicht auf Bulgogi bedeuten würde. Und das war dann leider der Moment, an dem ich zugeben musste, dass ich alleine wegen Bulgogi niemals lebenslang auf Fleisch verzichten könnte. Nach drei Wochen Abstinenz wurde ich also wieder zum Fleischesser. Bis heute. Und bis heute ist Bulgogi, was auf Koreanisch Feuerfleisch bedeutet und eines der bekanntesten koreanischen Gerichte ist, eine meiner Leibspeisen.

Wahrscheinlich hat der ein oder andere es auch schon einmal in einem koreanischen Restaurant oder bei koreanischen Freunden probiert. Bulgogi ist super easy in der Zubereitung und kommt ganz sicher bei jedem an, der Fleisch mag.

Die Zutaten (für 4 Personen)

  • 500 g Entrecôte
  • 150 g koreanische Glasnudeln (aus Süßkartoffeln)
  • 3 EL Zucker
  • 4 EL Reiswein / Mirin
  • 8 EL Sojasauce
  • 1 EL gerösteter Sesam
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Möhre
  • 2 EL Sesamöl

Die Zubereitung (ca. 40 min. + 2 Std. zum Marinieren)

  1. Das Fleisch abwaschen und abtrocknen und entgegen der Maserung in sehr dünne Streifen schneiden.
  2. Eine halbe Frühlingszwiebel (grünen Teil) in feine schräge Ringe schneiden und zur Garnitur bei Seite legen. Den Rest der Frühlingszwiebeln in feine runde Ringe schneiden.
  3. Den Knoblauch schälen und fein verkleinern. Die Zwiebel halbieren. Die eine Hälfte in feine Würfel schneiden, die andere Hälfte in Streifen schneiden und bei Seite legen.
  4. Zucker, Reiswein / Mirin, Sojasauce, und den Sesam in eine größere Schale geben und verrühren, sodass sich der Zucker auflöst. Die Frühlingszwiebeln (feine runde Ringe), den Knoblauch und die Zwiebel-Würfel dazu geben und alles zusammen verrühren.
  5. Das Fleisch zur Marinade hinzufügen und mit der Hand gut durchmischen, sodass jedes Stück Fleisch gut mariniert wird.
  6. Das Fleisch für zwei Stunden in den Kühlschrank stellen und marinieren lassen.
  7. In der Zwischenzeit die Glasnudeln in einer großen Schale mit lauwarmem Wasser einweichen.
  8. Nach zwei Stunden das Fleisch wieder aus dem Kühlschrank holen.
  9. Die Möhre schälen, längs halbieren und die Hälften in schräge, dünne Scheiben schneiden.
  10. Das Sesamöl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebelstreifen etwas anbraten und die Möhren hinzugeben. Nach ca. einer Minute das Fleisch samt Marinade in die Pfanne geben und mit anbraten.
  11. Nach ca. drei Minuten die Glasnudeln aus dem Wasser nehmen und auch in die Pfanne hinzugeben.
  12. Alles zusammen anbraten bis das Fleisch gar ist und die Glasnudeln glasig und weich sind, aber immernoch bissfest.
  13. Auf einer Platte anrichten und die Frühlingszwiebel (schräge Ringe) als Garnitur darüber streuen.

Guten Appetit!




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