Fraeuleinchen im Gespräch mit DALUMA

Lukas, Marian und David vom DALUMA
Lukas, Marian und David vom DALUMA | Bild: Ailine Liefeld

Heute möchten wir euch das neu eröffnete DALUMA und die Jungs dahinter vorstellen. Hinter DALUMA stehen David, Lukas und Marian, die sich vor gar nicht allzu langer Zeit in Berlin kennengelernt haben und feststellten, dass sie parallel an der gleichen Idee arbeiten. Warum also nicht zusammen arbeiten und etwas gemeinsam eröffnen? Herausgekommen ist ein wirklich schöner Laden, unter anderem mit Hockern aus der Ai-Wei-Wei-Ausstellung und einem Kunstwerk aus Kupferfedern, der lauter Superfoods, also Lebensmittel, die über einen besonders hohen und konzentrierten Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen verfügen, anbietet. Im Store, der jeden Tag in der Woche geöffnet hat, gibt es Frühstück, Snacks, Salate und Gerichte für Mittag und Abend. Aber das Herzstück bilden die frischen Säfte und Smoothies.

Das Besondere an den täglich frisch zubereiteten Säften von DALUMA ist, dass diese kalt gepresst werden und so nicht mit Luft oder Hitze in Berührung kommen und die vielen wichtigen Nährstoffe erhalten bleiben. Die Saftpresse hat übrigens einen ziemlich weiten Weg hinter sich. Sie kommt nämlich wie so viele Foodtrends aus Amerika.

Am besten erklärt aber die Grafik von DALUMA wie aus den Lebensmitteln die leckeren Säfte gepresst werden.

Der Prozess des Saftpressens

Die Smoothies und alles andere wird im Laden jeden Tag frisch zubereitet und man sollte schnell sein, denn der Laden ist schon jetzt sehr beliebt. Die Jungs kommen mit der Produktion manchmal gar nicht hinterher, so dass man schon mal nachmittags auf ein fast leeres Kühlregal blickt.
Und wie funktioniert das jetzt? Man wählt sowohl beim Frühstück als auch beim Mittag aus verschiedenen Basismischungen und kombiniert diese mit Toppings. Meine bisherigen Favoriten sind das Birchermüsli mit dem Nusstopping, der Chiapudding mit dem Beeren-Topping und der lauwarme Reis mit dem rohen Mandel-Limette-Topping. Das Besondere ist nämlich, dass nichts, bis auf das Teewasser und der Kaffee, über 45°C erhitzt wird. So bleiben alle Nährstoffen erhalten und besser schmecken tut es auch.

Das hier mit ganz viel Liebe alles erarbeitet wurde, schmeckt man auch raus. Jedes Produkt ist sehr lecker. Die Getränke und Gerichte, alles auch zum Mitnehmen, liegen nicht schwer im Magen und sind perfekt, wenn man auch noch Sport macht und sich bewusst, leicht und gesund ernährt. Mit den Gerichten kommt garantiert keine Mittagsmüdigkeit auf und sich an die Regel „von-jedem-5-am-Tag“ halten, wird hier wirklich super einfach gemacht, da in jedem Saft und Smoothie eine Vielzahl an Obst- und Gemüsesorten enthalten sind. Hier muss man sich einfach mal durchtesten um seinen Favoriten zu finden. Sehr zu empfehlen sind auf jeden Fall der „Smooth Operator“ oder auch „Burn, Baby, Burn“.

Im Interview erzählen uns Lukas und Marian mehr zu DALUMA und gesunder Ernährung.

Was ist DALUMA?

Marian: DALUMA ist ein Healthy-Concept-Store für gesundes Essen und Trinken. Kurz es ist ein Laden für Gesundheit und Ernährung, aber auch ein Lieferdienst und nicht zuletzt die Marke für gesundes Essen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Lukas: Durch das Reisen habe ich in vielen Cafés und Restaurants auf der Welt Freunde getroffen und mich jedes Mal wie Zuhause gefühlt. Daraufhin wollte ich selber so einen Ort schaffen. In New York habe ich dann das Konzept der Smoothies und Rohkost kennengelernt und wollte die Idee eigentlich zuerst in Sydney umsetzen. Aber das war nicht so einfach, wie gedacht und Berlin hatte mich auf meinen Reisen am meisten inspiriert, so ergab es sich dann, dass ich hier zum Studium hergekommen bin. Durch eine Überschneidung unserer Kontakte – unser Architekt hat uns miteinander bekannt gemacht – fügte sich alles auf einmal zusammen und wir haben drauf los gearbeitet und ein Logo entwickelt und uns jeden Abend getroffen. So ist aus einer gemeinsamen Idee auch eine Freundschaft geworden. Das war das größte Glück, dass es so gut geklappt hat, obwohl man sich nicht kannte und wir immer alle einer Meinung sind.

Marian: Ich hatte neben meinem Studium auch immer schon viel in der Gastronomie Erfahrung gesammelt, unter anderem auch im Cookies Cream gearbeitet und  wollte einfach immer wieder Prozesse verbessern. Das hat mich gereizt und als ich dann mit David unserem Architekten Thilo Reich von der Idee erzählt habe, hat er gemeint, wir sollten Lukas kennenlernen, da er ähnliche Pläne hat. So hat sich alles ergeben. Das hat einfach perfekt gepasst.

Was sind die größten Herausforderungen bei der Umsetzung gewesen?

Marian: Raus aus meinem alten Job und meinem alten Leben war keine Herausforderung und da unser Konzept keiner Gastrogenehmigung bedarf – da wir weder Ofen noch Bratfett oder Alkohol haben – wurde diese Hürde uns auch abgenommen. Jedoch war der Umbau sehr viel Arbeit. Hier haben wir eng mit unserem Architekten Thilo Reich zusammen gearbeitet.

Lukas: Wir haben auf Details außerdem sehr viel Wert gelegt, das fing schon beim Namen und Logo an und ging bis zur Festlegung für bestimmte Gläser, Kaffeesorten und das Plastik. Hier war einfach alles eine Herausforderung. Um die beste Qualität zu bieten, haben wir daher auch lieber später aufgemacht und wirklich jedes einzelne Detail überprüft. Jetzt ist unser Plastik wiederverwertbar und lieber haben wir alles zehnmal durchgesprochen und viel Herzblut reingegeben, als dass es dann am Ende nicht perfekt gewesen wäre. Das war und ist einfach ein Traum im Leben und es hat sich gelohnt.

Woher bezieht ihr eure Produkte?

Lukas: Selbstverständlich ist bei uns, dass es Bio ist und zu etwa 90% Prozent bekommen wir unsere Lieferungen von Terra und von Raw Living – da kommen die Superfoods her. Aber alle Produkte, wie sie auf der Karte zu finden sind, werden im Laden hergestellt, gekauft werden nur die Rohzutaten.

Marian: Selbst die Teesorten haben wir selber ausgesucht und zusammengestellt. Gemischt werden sie aber bei einem Teehändler. Wir arbeiten gerne mit Menschen, die ihre Produkte lieben und unterstützen auch soziale Projekte. Daher haben wir uns beim Kaffee für den von Coffee Circle entschieden, da hier der Ansatz einzigartig ist, dass ein Teil des Geldes direkt in Projekte geht, die man selber auswählen kann.

Habt ihr einen regionalen oder saisonalen Aspekt?

Marian: Gekoppelt an unsere Lieferanten, die regional und saisonal arbeiten, sind wir das natürlich auch. Aber die Superfoods wie die Açai-Beeren und Chia-Samen sind nicht regional. Wir werden aber auch die Karte dann ab und an anpassen. Allerdings ist jedes Produkt von unserer Karte sehr lange getestet und abgeschmeckt worden und wir glauben, dass dies die besten Kombinationen sind.

Superfoods sind ja immer wieder Thema in den Medien. Wie vereint ihr euer Konzept und grenzt euch von der Kommerzialisierung eines Trends ab?

Marian: Wir wollen nicht exklusiv sein und sind daher auch in der Preispolitik offen für jedermann. Auch wollen wir niemanden um- bzw. erziehen und kommunizieren das Vegane daher nicht explizit. Wir glauben einfach daran, dass unser Essen sehr gesund ist. Gesundes Essen ist und sollte kein Trend sein, sondern eine Entwicklung in der Gesellschaft und zwar eine Entwicklung, die nur ein vorwärts und kein rückwärts kennt.

Lukas: Unsere Gesellschaft strebt eher in zwei Richtungen: will man gesund essen oder eben nicht. Unsere Generation erkennt jetzt so langsam, dass es gesundheitliche Auswirkungen hat, wie man sich ernährt und beschäftigt sich wieder mit mehr Ernährung.

Marian: Die Gesellschaft wollte durch Technik und Wissenschaft die Natur übertreffen. Aber wir haben erkannt, dass Nahrungsmittelergänzungen nicht wirken und eher schädlich sind. Daher geht es zurück zur natürlichen Aufnahme von Vitaminen – zurück zur Natur. Die Natur hat es immer besser gewusst und warum nicht also zurückgehen zur Basis? Und die Basis steht bei uns im Regal. Das hat nichts mit Kommerzialisierung oder einem Trend zu tun.

Unser Motto ist “Essen ist lieben”. Was bedeutet Essen für euch?

Lukas: Das Motto kann ich so teilen. Essen ist für mich Lebensenergie, Heilung und das Leben. Essen ist essentiell. Ich liebe essen in Gesellschaft, es gibt schließlich nichts Schöneres als ein Dinner mit Freunden, bei dem man gemeinsam genießen kann, denn Essen ist Genuss.

Marian: Ja total, Essen ist Genuss. Am schönsten ist es, wenn es ein soziales Ereignis ist, aber wenn es gut zubereitet ist, macht es auch alleine Spaß, da Essen  Leidenschaft ist. Und das geht auch mal gut alleine – einfach den Moment und Geschmack genießen.

Lebt ihr auch privat nach dem Prinzip von DALUMA? Was gehört noch zu eurer Lebensweise?

Marian: Auch wenn ich kein Veganer bin, so lebe ich zu 100% DALUMA, aber ich bin jetzt auch wirklich jeden Tag im Laden. Durch meine lange Zeit in der Branche hat sich mein Verhältnis zum Essen und zu Produkten geändert. Ich esse sehr bewusst und achte dabei auf gute Qualität. Man sollte auf jeden Fall auch offen für Neues sein. Daneben hilft es natürlich, wenn man auch durch Sport fit bleibt. Ich mache schon lange Yoga und habe letztes Jahr mit dem Surfen begonnen. Da kommt man einfach an. Man sollte einfach alles bewusst und entspannt machen. Wir haben immer die Möglichkeit neu zu entscheiden und innerhalb meines Wertesystems gibt es Werte, bei denen ich keine Kompromisse mehr machen möchte und daher handele ich und wir bei DALUMA auch so sozial wie möglich. Jeder hat die Freiheit seinen Weg zu gehen. Mit dem Surfen und dem Longboard hier in Berlin habe ich dieses Gefühl von Freiheit.

Lukas: Wichtig ist einfach, dass man selbstbestimmt und ohne Dogma leben kann. Durch meine Reisen bin ich zur Rohkosternährung gekommen und bin jetzt seit drei Jahren Veganer, also klar lebe ich das Prinzip von DALUMA. Dass man noch Spaß an dem hat, was man tut, sollte man immer wieder überprüfen und sich nicht durch andere zwingen lassen, Entscheidungen zu treffen. Seit vier Jahren bin ich nun auch Yogalehrer im Gefängnis und diese Tätigkeit, aber auch mein Architekturstudium geben mir so viel.

Was ist für euch gesunde Ernährung?

Marian: Ich würde von mir behaupten, dass ich mich sehr bewusst und ausgewogen ernähre. Die Jungs vom Sauvage (Anmerkung der Redaktion: dem einzigen Paleo-Restaurant in Berlin) haben uns für DALUMA einige Tipps gegeben und ich kann sagen, dass ich mich auch nach Paleo ernähre. Das ist für mich gesund.

Lukas: Gesunde Ernährung ist frische Ernährung. Produkte, die frisch zubereitet werden und Gerichte, die dabei ohne Fisch und Fleisch auskommen, sind für mich gesund. Die vegane Rohkost-Ernährung ist für mich gesunde Ernährung.

Und wie startet ihr in den Herbst um fit zu bleiben? 

Marian: Ursprünglich wollten wir im Sommer aufmachen, da wir dachten Sommer und Saft und Smoothies gehören zusammen, aber wir haben festgestellt, dass auch an Regentagen der Laden voll ist. Saft ist eben doch  nicht nur Sommer. Saft ist auch Unterstützer für die Ernährung.

Lukas: Genau, wie schon gesagt, Saft ist eben auch Heilung und gute Medizin. Von daher ist jedes unserer Gerichte oder Getränke perfekt um in den Herbst zu starten und fit zu bleiben. Wer die volle Power will, sollte natürlich unsere Shots mal testen. Wir haben aber auch die Säfte und Smoothies abgestimmt und so sollte für jedes Bedürfnis was dabei sein. Schließlich sind alle Vitamine durch die Cold-Pressed-Methode noch enthalten.

Welches ist euer Lieblingsprodukt bei DALUMA?

Marian: Das ist natürlich launenabhänig, aber gerne mag ich zum Beispiel den „Pink Fuel“, da der einen frischen Twist und diese bittere Note hat. Aber auch der „Burn, Baby, Burn“ mit Roter Bete ist super, weil der einfach Spaß macht und von innen wärmt. Generell war uns der Geschmack super wichtig. Alles sollte perfekt abgestimmt sein und eben auch Spaß beim Genießen machen. Einzige Ausnahme hierbei ist der Ingwershot. Da ist einfach super viel Power durch den Ingwer und Cayennepfeffer drin. Der ist perfekt für die Jahreszeit und gibt Energie und stärkt das Immunsystem und ist auch gut bei einer Erkältung. Das ist jedenfalls der einzige, wo wir mehr Wert auf die Wirkung als auf den Geschmack gelegt haben. Den muss man schon mögen.

Wo geht ihr gerne essen, wenn das DALUMA geschlossen hat?

Lukas: Ich liebe essen gehen und bin deswegen auch nicht mehr 100% Rohkostveganer, da ich mich nicht immer einschränken will. Ich gehe sehr gerne asiatisch zum Beispiel im ChénChè oder DUDU essen, weil es frisches Essen ist. Aber ich liebe auch italienisches Essen. Empfehlen kann ich auch noch das Kaffeehaus Grosz, Café Einstein und das Sauvage.

Marian: Das Sauvage ist auch einer meiner Favoriten. Außerdem habe ich das Themroc vor Kurzem entdeckt und gehe sehr gerne ins Clärchens Ballhaus, da ich die Atmosphäre im Garten mag. Asiatisch gibt’s bei mir am liebsten im Dr. To’s und auch die Cevicheria kann ich empfehlen. Es sollte eben immer eine frische und leichte Küche sein.

Was darf in eurer Küche übrigens niemals fehlen?

Lukas: Für mich müssen immer roher Kakao und Bananen in der Küche sein. Außerdem geht ohne meinen Vitamix nichts mehr, denn ohne den hätte ich die Umstellung auf Rohkost nicht durchgehalten.

Marian: Ich habe eigentlich keine Zeit Zuhause zu essen und koche daher auch sehr wenig. Aber Bananen und Äpfel sollten immer vorhanden sein, da sie ein guter Snack für zwischendurch sind.

Die Impulsfragen

Frühstück oder Dinner?

Marian: Dinner.
Lukas: Frühstück.

Deftig oder süß?

Beide: Süß.

Vorspeise oder Dessert?

Marian: Beides.
Lukas: Dessert.

Selber kochen oder Restaurant?

Beide: Restaurant.

Tee oder Kaffee?

Beide: Kaffee.

Wein oder Bier?

Beide: Wein.

Bar oder Café?

Marian: Bar.
Lukas: Café.

Lieblingsgewürz?

Lukas: Kreuzkümmel.
Marian: Estragon.

Lieblingszutat?

Marian: Nüsse.
Lukas: Roher Kakao, eines der Superfoods schlechthin. Am liebsten mit Maca, einer Knolle aus Südamerika, die leistungssteigernd und aphrodisierend wirkt.

Lieben Dank für das schöne Gespräch!

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DALUMA
Weinbergsweg 3 | 10119 Berlin
Mo bis So | 8 bis 20 Uhr

daluma 1 Frühstück im DALUMA

Funktion der Saftpresse im DALUMA Säfte von DALUMA Smooth Operator Smoothie mit Süßkartoffel Frühstück im DALUMA DALUMA

DALUMA Frühstück im DALUMA DALUMA

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