Sonntagsgericht – Hwedopbap, koreanische Sashimi Bowl

Seit dem Einzug von Poké Bowls in die deutsche Gastroszene ist es auch hier kein Geheimnis mehr, dass sich roher Fisch sehr gut mit Reis zusammen aus einer Schale genießen lässt. Das wusste man nicht nur in Hawaii – woher Poké stammt – sondern auch viele andere Länderküchen, wie auch die koreanische. Dort wird die Kombination als Hwedopbap serviert.

Während Bibimbap als Klassiker schon an großer internationaler Bekanntheit gewonnen hat, ist die Fischvariante außerhalb Korea’s noch sehr unbekannt. Dabei ist diese gerade im Sommer eine richtig leckere und frische Alternative zum doch sehr deftigen Bibimbap aus dem heißen Steintopf.

Mich erinnert das Gericht immer an einen Sommerurlaub in meiner Kindheit auf der koreanischen Insel Jejudo, wo es in meiner Erinnerung das beste Hwedopbap aus fangfrischem Fisch und von uns selbst geernteten Chilies gab. Obwohl es so in der Zubereitung wirklich sehr simpel ist, hatte ich mich allerdings noch nie daran probiert. Bis gestern. Und ich bin umso glücklicher, dass es mir gelungen ist, diesen Geschmack aus meiner Erinnerung wieder hervorzuholen. Wie beim Bibimbap ist der Clue des Gerichts die Chilisauce, mit der alle Zutaten in der Schale zusammen gemixt werden.

Wer Sashimi mag, sollte dieses Gericht unbedingt einmal nachmachen. Es ist wirklich schnell zubereitet und kommt garantiert gut an! So auch bei meinen Gästen am gestrigen Abend.

Für dieses Rezept habe ich Lachs und Thunfisch verwendet. Es passt allerdings auch jeder andere Fisch, der sich gut roh verzehren lässt.

Hwedopbap – koreanische Sashimi Bowl
Zubereitungszeit
30 Min.
 
Portionen: 4 Personen
Autor: Su Song
Zutaten
  • 200 g Rundkornreis
  • 50 g schwarzen Wildkornreis
  • 200 g frischer Lachs Sushi Qualität
  • 200 g frischer Thunfisch Sushi Qualität
  • 100 g Salatmix (Rucola, Eichblatt, Romana etc.)
  • 4 Sesamblätter (oder Aprikosenblätter)
  • 200 g Mungbohnensprossen
  • 2 Karotten
  • 3 Radieschen
  • 1/2 Gurke
  • 1 Noriblatt
  • 1 EL gerösteter Sesam
  • 20 g Rotkohl Microgreens
  • 2 EL koreanische Chilipaste (Gochujang)
  • 1 EL Reisessig
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 2 EL Sesamöl
  • 2 EL Sojasauce
  • Salz
  • Pfeffer
Anleitungen
  1. Den Reis mit doppelter Menge Wasser in einem Topf garen, bis er gar und ein wenig klebrig ist. 

  2. Den Fisch in ca. 1 cm dicke Würfel schneiden. 

  3. Die Radieschen in dünne Scheiben schneiden. Die Gurke längs vierteln und auch in dünne Scheiben schneiden. 

  4. Den Salat und Sesamblätter waschen. Die Sesamblätter in Streifen schneiden. 

  5. Die Mungbohnensprossen waschen und von zu langen Wurzeln befreien. In einen Topf ein wenig Wasser geben und die Sprossen darin andünsten und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Wenn sie ein wenig weich geworden sind, vom Herd nehmen und mit etwas Sesamöl mischen. 

  6. Die Karotten schälen und grob raspeln.

  7. Das Noriblatt halbieren und in dünne Streifen schneiden. 

  8. Für die Chilisauce, die Chilipaste, den Agavendicksaft und Reisessig zusammen verrühren, sodass es eine flüssigere Konsistenz ergibt. 

  9. Nun den gekochten Reis in eine Schale geben und alle Zutaten darauf verteilen. 

  10. Darüber die Chilisauce und das Sesamöl– je nach Ermessen – geben und die Noristreifen und etwas Sesam darüber streuen. Nach Geschmack kann man noch mit etwas Sojasauce nachwürzen. 

  11. Alles zusammen mit einem Löffel (!) gut verrühren und auch unbedingt mit einem Löffel verzehren! Denn Reisgerichte aus der Schale werden in der koreanischen Kultur niemals mit Stäbchen gegessen. 

  12. Guten Appetit! 

 

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