Ostern wird lecker – mit unserem Ostermenü

OstermenüOstern steht nahezu schon vor der Tür und das heißt in den meisten Fällen, dass man entweder bei Freunden und Familie zum Osterbrunch oder -dinner eingeladen ist oder aber selber einlädt. Allen, die noch auf der Suche nach einem leichten und frühlingshaften Ostermenü sind, sei unseres ans Herz gelegt. Klar, ein Sternerestaurant würde Zutaten sicher in den Gängen nicht wiederholen, aber man muss mit dem Menü ja auch keinen Michelinstern ergattern, sondern nur Freunde und Familie satt und glücklich machen und das gelingt definitiv.

Unser Ostermenü war leicht und natürlich stand das Gemüse der Saison – Rhabarber und Spargel – auch auf der Karte. Dazu gab es noch ein wunderbar zartes Lammkarree, so dass man sich nach dem Menü auf jeden Fall auch noch auf die Ostereier-Suche begeben kann. Bis auf das Dessert ist es sogar glutenfrei und war daher perfekt für mich und liegt auch allen anderen nicht schwer im Magen.

Für das Menü habe ich mir Inspiration bei Sweet Paul, Jamie Oliver und Tim Mälzer gesucht. Ich liebe es beim Menü Zusammenstellen durch meine Zeitschriften und Bücher zu blättern und so wieder auf neue Ideen zu kommen oder neue Rezepte zu testen. Die Ricottabällchen habe ich so bei Sweet Paul gesehen, allerdings schienen mir die puren Bällchen nicht gerade ausreichend als Vorspeise und so gibt es noch etwas Spinat und natürlich Pancetta dazu. Den Ricotta habe ich übrigens auch nach einem Rezept von Sweet Paul selber gemacht. Wer das auch vorhat, braucht auf jeden Fall große Töpfe und Schüsseln, sowie ein Thermometer, ein großes Sieb und Mulltuch und 4 Liter Milch. Mit gekauftem Ricotta wird es aber sicher auch funktionieren.

Ziemlich viele Bestandteile des Menüs lassen sich hervorragend vorbereiten, so dass man mehr Zeit für seine Gäste hat. Vorbereitet habe ich: Ricottabällchen, Minzpesto, Chimichurri, Polenta, Rhabarber und Quarkknödel. So musste ich eigentlich zwischen den Gängen nur noch alles kurz anbraten und war wesentlich kürzer als sonst in der Küche.

Lammkarree mit Polenta

Das Menü für 4 Personen

Ricottabällchen mit Spinat und Pancetta

  • 460 g Ricotta
  • Salz & Pfeffer aus der Mühle
  • viel Olivenöl
  • 3 Zweige Thymian
  • 2 TL Pfefferkörner
  • 1 Bio-Zitrone
  • 400 g junger Blattspinat (oder Postelein bzw. Feldsalat)
  • 8 Scheiben Pancetta
Die Zubereitung

1. Ricotta mit Salz und Pfeffer abschmecken und kleine Bällchen daraus formen. Ruhig fest zusammendrücken, so dass die überschüssige Molke herausgepresst wird. Das verhindert, dass die Bällchen auseinander fallen. Ich habe etwa 18 Bällchen aus der Masse formen können.

2. Bällchen in eine flache Schale legen und Thymian und Pfefferkörner dazu geben. Die Schale der Zitrone abreiben und diese ebenfalls in die Form geben. Alles gut mit reichlich Olivenöl begießen.

3. Die Bällchen etwa eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen und dabei hin und wieder im Würzöl wenden.

4. Kurz vor dem Servieren den Spinat waschen und trocken schütteln und auf den Tellern verteilen. Eine Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen und den Pancetta von beiden Seiten knusprig braten. Den Speck aus der Pfanne nehmen und abtropfen lassen. Jetzt sollte er schön knusprig sein. Die Ricottabällchen auf den Spinat geben und mit dem Pancetta garnieren. Zum Schluss noch etwas von dem Würzöl drüber geben und eine Vinaigrette kann man sich auch sparen.

Die Zutaten für die Vorspeise Ricottabällchen Ricottabällchen mit Spinat und Pancetta

Lammkarree mit gegrilltem grünen Spargel, Polenta und Chimichurri

  • Lammkarree (ich habe zwei Scheiben pro Person gerechnet)
  • 3 – 4 Knoblauchzehen
  • frischer Thymian
  • 500 g Spargel
  • 120 g Maisgrieß
  • Butter
  • etwa 40 g Parmesan
  • 1 Bio-Zitrone
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • ½ Bund Koriandergrün
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • 60 ml Olivenöl
  • 2 EL Rotweinessig
  • 1 getrocknete Chili
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
Die Zubereitung

1. Lammkarree mit reichlich Olivenöl, drei bis vier Knoblauchzehen und einigen Zweigen Thymian für mindestens 3 Stunden marinieren. Ich nehme dazu immer die verschließbaren Beutel, das spart Platz im Kühlschrank und die Marinade kommt überall gut hin.

2. Das Chimichurri vorbereiten. Dazu die Frühlingszwiebeln waschen und den weißen vom grünen Teil trennen. In einem Topf mit kochendem Salzwasser die weißen Stücke garen. Nach 3 Minuten die grünen Teile dazu geben und alles für eine weitere Minute garen. Frühlingszwiebeln abgießen, abschrecken und trocken tupfen. Die Frühlingszwiebeln mit Koriander, Petersilie, Salz, Pfeffer und der Chili in einem Mixer pürieren, langsam das Öl zugießen. Zum Schluss den Essig dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Für die Polentaschnitten die Gemüsebrühe aufsetzen und zum Kochen bringen. Von der Zitrone die Schale fein abreiben. Den Maisgrieß unterrühren und vom Herd nehmen. Weiter rühren bis ein dicker Brei entsteht. Die abgeriebene Zitronenschale dazu geben und alles zusammen auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech geben und verteilen. Die Masse sollte etwa 1 cm dick dabei sein. Gut abkühlen lassen, bis man es abends weiter verarbeitet.

4. Das Lamm aus dem Beutel nehmen, salzen und pfeffern und in einer heißen Pfanne jede Seite eine Minute scharf anbraten. Das Lammkarree auf ein zweites Backblech mit Backpapier geben und im Ofen bei etwa 160 °C für 20 bis 25 Minuten garen.

5. In der Zwischenzeit den Spargel waschen und unten etwa 1 – 2 Zentimeter abschneiden. In einer Pfanne Butterschmalz oder anderes Bratfett erhitzen und den Spargel darin braten bis er weich ist und leichte Röststellen hat. In einer weiteren Pfanne etwas Butter erhitzen und aufpassen, dass sie nicht verbrennt. Aus dem Polentabrei mit einer Ausstechform runde Scheiben ausstechen. Oder mit einem Messer in die gewünschte Form (Vierecke, Dreiecke, Sticks) schneiden. Vorsichtig in die Pfanne geben und von jeder Seite etwa 4 bis 5 Minuten braten.

6. Auf einem am besten vorgewärmten Teller die Polentaschnitten anrichten. Den Spargel an die Seite geben und mit Zitronensaft beträufeln und mit groben Parmesanstücken bestreuen. Das Lamm aus dem Ofen holen und zwischen den einzelnen Karrees zerteilen und mit auf den Teller geben. Chimichurri über das Lamm geben und sofort servieren.

Anstatt Chimichurri passt natürlich auch eine Kräuterbutter sehr gut.

Die Zutaten für das Lammkarree Maisgrieß für die Polentaschnitten auf einem Backblech verteilen Lammkarree mit Polenta und Spargel

Quarkknödel mit Rhabarber und Minzpesto

(nach Tim Mälzer, erschienen in Heimat)

Tim Mälzer serviert das Ganze ohne Minzpesto, aber ich finde dann fehlt eine frische und auch farbliche Komponente. Mit der Minze schmeckt es gleich viel frischer. Das Minzpesto ist wirklich sehr einfach und lässt sich auch hervorragend vorbereiten. Einfach 1 Bund Minze, 2 Stiele Basilikum, 5 bis 6 EL Ahornsirup, 10 Mandeln ohne Haut, 2 EL Honig und etwas Olivenöl in einer Küchenmaschine fein hacken. Mit Ahornsirup abschmecken und einen Spritzer Zitrone dazu geben.

  • 500 g Rhabarber
  • 11 EL Zucker
  • 500 Speisequark (20 % Fett)
  • 1 Vanilleschote
  • ½ Bio-Zitrone
  • 140 g weiche Butter
  • 1 Eigelb
  • 2 EL Speisestärke
  • 140 g Semmelbrösel
  • 1 TL Salz
  • 1 – 2 TL Zimtpulver
  • süßes Minzpesto
Die Zubereitung

1. Die Rhabarberstangen putzen, fein stückeln und in einer Auflaufform mit 4 EL Zucker mischen. Das Ganze für etwa eine Stunde marinieren.

2. Für die Quarkknödel den Quark in eine Schüssel geben. Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Die Zitrone fein abreiben und zusammen mit dem Vanillemark zum Quark geben. 4 EL Zucker, 60 g Butter, Eigelb, Speisestärke und Semmelbrösel dazu geben und alles glatt verrühren. Zugedeckt mindestens 30 Minuten bzw. bis zur Weiterverarbeitung in den Kühlschrank stellen.

3. Ofen auf 160 °C vorheizen und den Rhabarber darin für etwa 30 Minuten garen bis er weich ist. Einen großen Topf mit Wasser sowie 2 EL Zucker und Salz aufkochen. Mit angefeuchteten Händen 8 Knödel aus der Quarkmasse formen und diese vorsichtig ins kochende Wasser geben. Die Hitze reduzieren und die Knödel etwa 15 Minuten garen.

4. 80 g Butter in einer Pfanne zergehen lassen (nicht braun werden lassen), 100 g Semmelbrösel einrühren und goldbraun rösten. 1 EL Zucker und den Zimt unterrühren. Die Knödel vorsichtig mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und in den Bröseln wälzen.

5. Auf einem Teller Ofen-Rhabarber anrichten, die Quarkknödel dazu geben und mit Minzpesto garniert servieren.

Die Zutaten für das Dessert Rhabarber stückeln und marinieren Rhabarber mit Quarkknödel

Wir wünschen viel Spaß beim Nachmachen und ein schönes Osterfest!

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  1. Pingback: Frühlingszeit ist Spargelzeit - Grüner Spargel mit Saibling und Kartoffelcreme

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