Sonntagsgericht: Donburi mit Tofu und Auberginen

Vor einiger Zeit habe ich mir das Kochbuch Japan gekauft, da ich die japanische Küche so liebe. Als ich 2017 in Japan war durfte ich diese dann in ihrer ganzen Vielfalt kennenlernen. Seitdem vermisse ich das gute japanische Essen. Egal wo ich reingestolpert bin, egal ob teuer oder günstig, die Speisen waren immer von hervorragender Qualität und geschmacklich immer überzeugend. Ja ich vermisse die abwechslungsreiche Küche sehr. Beim Lesen des Kochbuchs hab ich dann einiges an Inspiration bekommen und so servieren wir heute ein veganes Donburi. Die klassische Variante dieses Gericht würde wohl Mabodon heißen und ist mit Tofu und Schweinehackfleisch. Da ich aber Lust auf Gemüse hatte, gibt es statt fleischlicher Komponente Auberginen und Shiitake-Pilze.

Das Gericht lässt sich einfach umsetzen und für jeden Geschmack abwandeln. Wirklich gut schmeckt es jedoch nur, wenn man japanischen Rundkornreis wie Nishiki nimmt. Wer keinen findet, kann zur Not auch Milchreis nehmen. Dieser Reis ist eben ein rundkörniger. Aber wer einmal richtig guten japanischen Reis gegessen hat, mag eigentlich keinen anderen mehr. Die Sorten, die wir in Deutschland bekommen werden zumeist in Kalifornien oder Italien angebaut. Wirklich echten japanischen Reise habe ich noch nicht gefunden. In Japan sagte mir mal ein Kellner, dass sie natürlich den ganzen guten Reis bei sich im Land behalten und nur den zweitrangigen exportieren. Und ja, der Reis in Japan war noch einmal eine ganz andere Liga. Sehr aromatisch mit leichter Süße. So dass man diesen wirklich pur schalenweise löffeln konnte. Aber auch mit Nishiki-Reis aus Italien wird das Gericht super.

Wer übrigens in die japanische Küche eintauchen mag, dem kann ich das Kochbuch bislang uneingeschränkt empfehlen. Alle Gerichte, die ich daraus gemacht haben, waren easy und köstlich. Getestet wurden von mir aber nur ein paar Snack-Gerichte, wie auch die eingelegten Karotten, die wirklich komplett süchtig machen. Knackig, frisch, leichte Schärfe und perfektes Spiel von Süße und Säure. Aber ich drifte ab.

Zurück zu unserem Sonntagsgericht: Das gelingt wirklich einfach, ein Einkauf im asiatischen Supermarkt wird aber sicher nötig sein. Doch wenn man sich erst mal mit den Basissaucen ausgerüstet hat, dann steht japanischer Vielfalt auch in der heimischen Küche nichts mehr im Weg.

Da ich Sancho-Pfeffer (im Chinesischen: Sezchuan-Pfeffer) liebe, darf der bei mir nicht fehlen. Die zitronige Note gibt einen frischen Kick. Dieser Pfeffer ist nicht einfach nur scharf und schmerzhaft wie es Chili ist, sondern überrascht mit diesem leicht betäubenden prickelnden Gefühl, von dem man dennoch nicht genug bekommen kann.

So jetzt aber das Rezept schnell nachmachen und ihr werdet sehen, dass eine tierische Komponente auch überhaupt nicht fehlt.

Donburi mit Tofu, Aubergine und Shiitake
Vorbereitungszeit
15 Min.
Zubereitungszeit
15 Min.
Einweichzeit
30 Min.
Arbeitszeit
30 Min.
 
Portionen: 2 Personen
Autor: Rebecca Hoffmann
Zutaten
  • 280 g japanischer Rundkorn-Reis (z.B. Nishiki)
  • 400 g japanischer Seidentofu
  • 1 mittlere Aubergine
  • 5-6 Shiitake getrocknet
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 cm frischer Ingwer
  • 1 TL schwarzer Sesam
  • 1 TL weißer Sesam
  • 2 EL Pflanzenöl
für die Sauce
  • 2 EL Mirin
  • 1 EL Miso
  • 1 EL Sojasauce z.B. Tamari (glutenfrei)
  • 1 TL Sesamöl
  • 1 TL Speisestärke
  • 1 TL Sansho-Pfeffer
  • 1 TL Chili-Öl (nach Belieben)
  • 5 EL Wasser
Anleitungen
  1. Zunächst die Pilze mit kochendem Wasser in einer Schale übergießen und für ca. 30 Minuten einweichen lassen. 

  2. Den Reis waschen. Dazu in eine Schüssel mit Wasser geben und den Reis mit den Fingern auflockern. Wasser abgießen. So lange verfahren bis das Wasser nahezu klar ist. Dann den Reis in einen Topf geben und 350 ml Wasser angießen. Reis für 30 min. einweichen. 

  3. In der Zwischenzeit alles andere vorbereiten. Dazu die Aubergine schälen und in gleich große Würfel von ca. 1,5 cm schneiden. Lauchzwiebel waschen und in feine Ringe schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Sobald die Pilze weich sind diese in feine Würfel schneiden. 

  4. Tofu abtropfen lassen und etwa 1,5cm große Würfel schneiden. 

  5. Alle Zutaten für die Sauce in einer kleinen Schale vermengen. Nach Belieben mit Chiliöl oder Sojasauce abschmecken. 

  6. Den Reis auf der höchsten Stufe zum Kochen bringen und anschließend bei mittlerer Hitze für 10 min. köcheln lassen. Anschließend vom Herd nehmen und weitere 5 min. ziehen lassen. Dann mit einem Reislöffel oder Holzspatel den Reis auflockern. 

  7. Währenddessen eine große Pfanne erhitzen. Pflanzenöl hinzufügen. Dann bei mittlerer Hitze Knoblauch und Ingwer anbraten. Aubergine hinzufügen und für einige Minuten anbraten. Pilze hinzugeben und mit anbraten. 

  8. Sauce angießen und alles gut miteinander vermengen. Sobald es köchelt den Tofu hinzufügen und vorsichtig in der Sauce unterheben. Frühlingszwiebeln und Sesam hinzugeben. 

  9. In einem tiefen Teller oder Schale den Reis anrichten. Anschließend die Sauce darauf verteilen. Mit Frühlingszwiebel und Sesam zusätzlich garnieren und heiß servieren. 

  10. Dazu passt eingelegte Karotte und klassisch auch Edamame. 

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