Die Anti-Food-Waste-Challenge von Marley Spoon

Su ist endlich wieder zurück in Berlin und da kam die aktuelle Aktion von Marley Spoon genau richtig um mal wieder einen gemeinsamen Kochabend einzulegen und ein wichtiges Thema zu unterstützen. Das neue Start-up Marley Spoon mit ihrem Kochbox-Versand haben wir euch ja vor Kurzem hier schon vorgestellt. Jetzt haben sie die Aktion „Anti-Food-Waste-Challenge“ (#antifoodwastechallenge) gestartet, mit der sie auf das Thema der globalen Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen wollen. Als die Anfrage kam, ob wir teilnehmen wollen, war dann natürlich klar, dass wir das auf jeden Fall machen.

Anti-Food-Waste-Challenge

Die Aktion

Rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittelerzeugnisse landen leider auf dem Müll. Mit der Anti-Food-Waste-Challenge will Marley Spoon zeigen, dass man auch aus wenigen Produkten, die mal wieder übrig geblieben sind, etwas neues und vor allem leckeres kreieren kann und man sich einfach mal wieder bewusst machen sollte, was man alles an Lebensmitteln verbraucht. Dem Kochbox-Start-Up ist es wichtig Produkte von guter Herkunft anzubieten und dabei auf nachhaltige Prozesse zu achten. So wird bei der Box auch nie etwas übrig bleiben, denn ein Zuviel gibt es nicht, wie ich aus meiner Erfahrung mit der Testbox bestätigen kann. „Wir verkaufen nicht einfach nur Zutaten, wir verkaufen ein ganzes Kocherlebnis. Dabei achten wir besonders auf die Qualität und Nachhaltigkeit. Wir alle wissen, wie essenziell gute Zutaten sind, oder dass es heute wichtiger denn je ist, auf seine Umwelt zu achten. Und dann muss alles bis ins kleinste Detail stimmen“, erklärt Till Neatby, einer der beiden Gründer von Marley Spoon und bereits viele Jahre in der Branche.

Marley Spoon empfiehlt allerdings nicht nur auf das Thema aufmerksam zu machen, sondern möchte natürlich auch, dass jeder sich zumindest ein wenig beteiligt. So spendet das Unternehmen regelmäßig Lebensmittel an die Berliner Tafel und legt allen Teilnehmenden nahe Organisationen, die sich dem Thema der Lebensmittelverschwendung annehmen und für bessere Produkte kämpfen, zu unterstützen. Neben der Berliner Tafel empfehlen sie die Slow Food Organisation, die sich für eine Erhaltung der Esskultur einsetzt und Wissen über die Qualität und Herkunft von Nahrungsmitteln vermittelt. Auch wir werden die Organisation unterstützen, denn Wissen und Bildung sind wohl der wichtigste Schritt um ein Umdenken möglich zu machen.

Dass das Thema immer wichtiger wird, zeigen auch Initiativen wie „Taste the Waste“ und auch die Süddeutsche Zeitung diskutiert das Thema seit gestern. Also einfach mal in den Kühlschrank gucken und leckere „Reste-Essen“ zaubern und beim nächsten Einkauf weniger, aber dafür bewusster kaufen. Denn Großverbraucher und die Industrie müssen sich um die korrekte Entsorgung übrig gebliebener Lebensmittel kümmern, im privaten Haushalt landet leider dann doch sehr viel im normalen Hausmüll.

Wir nominieren übrigens unsere Freunde Jin und Konrad von Ximple und hoffen sie nehmen sich auch dem Thema an.

Die Anti-Food-Waste-Challenge

Die Überraschungs-Box

Die Box kam natürlich wieder zur richtigen Zeit und in einem super Zustand an. Alles war ordentlich verpackt und gut gekühlt. Hier merkt man wie wichtig dem Team ihr Produkt ist. Dass die Verpackung natürlich auch nachhaltig ist, versteht sich von selbst. Beim Auspacken fühlte man sich ein wenig wie an Weihnachten, da wir vorher nicht wussten, welche Zutaten uns geschickt werden sollten und es also eine große Überraschung war ob uns Gerichte zu den Zutaten einfallen würden. Ewa von Marley Spoon sagt: „Die zusammengewürfelten Zutaten, die du von uns erhalten hast, sollen dabei symbolisch für übriggebliebene Zutaten stehen, aus denen man mit etwas Phantasie eben doch noch etwas Tolles zaubern kann.“ Und das war dann in der Box von Marley Spoon:

Dattel-Cherry-Tomaten, Hokkaido-Kürbis, dunkle Schokolade, zwei Chilischoten, Knoblauchzehe, Schalotten, Thymianzweige, getrocknete Aprikosen, Merguez, Parmesan, Limette und Ricotta.

Die Zutaten von Marley Spoon

Unsere Rezepte

Aufgabe war es alle Zutaten aus der Box zu verwenden und bis auf Öl und Gewürze durfte nichts hinzugefügt werden. Wir haben uns entschieden eine Hauptspeise und ein Dessert zu machen. Insgesamt sind dann drei Rezepte dabei rausgekommen. Beim Auspacken der Produkte fiel uns übrigens auch oftmals ein wirklich aromatischer Duft auf. Der Parmesan roch so lecker, dass wir gleich ein Stück pur essen mussten und auch die Schokolade roch sehr intensiv und appetitanregend. Das machte natürlich direkt Lust auf das Kochen und war Inspiration für die folgenden Gerichte.

Die Gerichte der Anti-Food-Waste-Challenge Kürbis mit Tomaten-Merguez-Pfanne

Mit Parmesan überbackener Kürbis
  • 120 g Parmesan
  • 1,5 kg Hokkaido Kürbis
  • 130 g getrocknete Aprikosen
  • 1 Limette
  • 1 Schalotte
  • 2 Zweige frischer Thymian
  • 2 TL Tajine Marrakesch
  • 2 TL Orangensalz
  • etwa 6 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

1. Backofen auf 180°C vorheizen. Den Kürbis gut waschen und in Spalten schneiden.

2. Abrieb der Limette über den Kürbis geben.

3. Thymian waschen und die Blätter abzupfen. Saft der Limette mit dem Tajine Marrakesch Gewürz, Orangensalz, Thymian und Olivenöl mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Getrocknete Aprikosen und Schalotte in Streifen schneiden. Den Kürbis in eine ofenfeste Form geben, die Aprikosen und die Schalotten darüber geben und mit dem Gewürzöl beträufeln.

5. Nun den Kürbis bei 180°C etwa 35 bis 40 Minuten backen. 10 Minuten vor Ende der Zeit den Parmesan über den Kürbis geben. Zum Ende der Garzeit sollte der Käse geschmolzen und knusprig sein, der Kürbis weich, aber bissfest.

Tipp: Tajine Marrakesch ist eine Gewürzmischung aus vielen Zutaten, die man durch die einzelnen Komponenten wie Korinthen, Koriandersamen, Ingwer und Kreuzkümmel ersetzen könnte. Ich möchte dieses Gewürz von Herbaria aber nicht mehr missen. Es passt nämlich auch super zu Ofengemüse oder in Quarkdips. Am liebsten mag ich es wenn die Korinthen ihre leichte Süße anschließend im Gericht verteilen.

Die Zutaten für den überbackenen Kürbis Aprikosen zum Kürbis geben Marinade zum Kürbis geben Kürbis mit Parmesan im Ofen backen Kürbis mit Parmesan

Tomaten-Merguez-Pfanne
  • 600 g Dattel-Cherry-Tomaten
  • 300 g Merguez
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine rote Chili
  • 2 Zweige Thymian
  • 2 TL Schwarzkümmel
  • ½ TL Gewürzmischung Raz el Hanout
  • 1 Prise Zucker
  • 1 EL Öl
  • 50 g Ricotta
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

1. Die Tomaten waschen und halbieren. Anschließend die Merguez ebenfalls in kleine Stücke schneiden.

2. Schalotte und Knoblauch schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Chili entkernten und in feine Streifen schneiden.

3. Jetzt etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Schalottenwürfel mit dem Knoblauch darin andünsten. Die Thymianzweige mit in die Pfanne geben. Merguez und Chili dazu geben und alles kurz scharf anbraten. Dann die Tomaten dazu geben und bei mittlerer Hitze weiter braten.

4. Zucker und die Gewürze dazu geben und für etwa 10 Minuten schmoren.

5. Zuletzt den Ricotta unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipps: Wer es nicht so scharf mag, nimmt weniger Chili. Wer kein Raz el Hanout Zuhause hat, kann etwas Muskatblüte und Kurkuma dazu geben. Die marokkanische Gewürzmischung enthält jedoch noch viele weitere Zutaten und variiert immer ein wenig. Einfach mal beim nächsten Gewürzladen vorbei schauen. Meine Mischung habe ich von Johannes King.

Die Zutaten für die Tomaten-Merguez-Pfanne Merguez anbraten Tomaten-Merguez-Pfanne

Schokoladen-Ricotta-Mousse
  • 80 g dunkle Schokolade
  • 100 g Aprikosen
  • 200 g Ricotta
  • 1 Chilischote
  • ½ TL Zimt
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL rosa Pfeffer (zerstoßen)

1. Die Schokolade in einem Wasserbad schmelzen.

2. Ricotta in ein hohes Gefäß geben und mit der Schokolade vermengen.

3. Die Chilischote entkernen und in feine Streifen schneiden und zusammen mit dem Zimt, Zucker und dem rosa Pfeffer zur Mousse geben. Alles locker durchrühren.

4. Aprikosen mit einem Messer oder einem Mixer zerkleinern.

5. In kleine Gläschen füllen und mit den gehackten Aprikosen verzieren. Alles für eine Stunde in den Kühlschrank.

Zutaten für Schokoladen-Ricotta-Mousse Schokolade schmelzen Mousse anrühren Schokoladen-Ricotta-Mousse mit AprikosenSchokoladen-Ricotta-Mousse mit Aprikosen

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  1. Pingback: Linsen, Rote Bete und Merguez - das Beste zusammen in einem Gericht

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