Ade Februar! Ade vegane Ernährung?

Ein Monat vegane Ernährung ist vorbei. Auf Instagram konntet ihr in unseren Stories miterleben, wo und was wir in diesem Monat zu uns genommen haben. Auch mit Isa von Zucker&Jagdwurst haben wir uns ausführlich über Veganismus unterhalten. Jetzt blicken wir zurück und lassen diesen Monat veganer Ernährung noch einmal Revue passieren.

Su: Der Februar ist vorbei und somit auch unser veganer Themenmonat. Für mich persönlich wurde der vegane Monat allerdings bereits ein wenig früher beendet. Nach ungefähr drei Wochen musste ich leider schon das Handtuch werfen und konnte mich nicht mehr rein pflanzlich ernähren. Warum? Wie einige von euch vielleicht wissen, wurde bei mir vor einiger Zeit eine Prädiabetes bzw. Insulinresistenz festgestellt. Aus diesem Grund muss ich normalerweise bei der Ernährung auf Zucker und Kohlenhydrate achten. An sich müsste ich beides komplett von meinem Speiseplan streichen, damit die Prädiabetes nicht zu einer richtigen umschlägt.

Während der veganen Zeit musste ich allerdings sehr häufig auf Obst oder Brot zurückgreifen, wenn gerade keine anderen veganen Gerichte verfügbar waren. Nach einer Weile ist mir aufgefallen, dass ich im Grunde nie so richtig satt wurde, obwohl ich nicht unbedingt wenig gegessen hatte. Im Gegenteil, ich hatte ab und zu starke Hungerattacken und habe auch gemerkt, wie ich teilweise komplett unterzuckert war.

Also habe ich meiner Endokrinologin wieder mal einen Besuch abgestattet und meine Zuckerwerte testen lassen. Tatsächlich hatten diese sich im Vergleich zum letzten Besuch verschlechtert. Als ich ihr von meinem veganen Monat und meinem Speiseplan erzählte, war sie relativ entsetzt, da ich genau das Gegenteil von dem gemacht hatte, wozu sie mir geraten hatte: viele Proteine, wenig Kohlenhydrate, kein Zucker, wenig Fruchtzucker.

Wenig Kohlenhydrate und dazu vegan? Was bleibt mir dann noch zu essen? Wovon soll ich satt werden? Gezwungenermaßen habe ich daher seit dem Arztbesuch meinen Veganismus aufgelockert und auch wieder Milchspeisen und Eier auf meinem Speiseplan aufgenommen. Ich habe auch bereits zwei Mal wieder Fleisch bzw. Fisch konsumiert, da es in dem Moment keine guten Alternativen gab, auf die ich hätte ausweichen können.

Abschließend zu unserem veganen Monat würde ich sagen, dass ich im Grunde vieles davon erreicht habe, was wir uns anfangs vorgenommen hatten. Ich habe für mich gemerkt, dass es in Berlin nicht schwierig ist, auf tierische Produkte zu verzichten, wenn man sich gut darauf vorbereitet. Ich Restaurants achte ich viel stärker auf vegetarische und vegane Gerichte und vermisse dabei auch kein Fleisch. Als ich vor einer Woche ein Gericht mit Hühnchen gegessen hatte, wurde mir danach richtig übel, was ganz sicher ein psychologischer Effekt war.

Wie in unserem Einleitungsartikel erwähnt, bezweifle ich, dass ich mir den Fleischkonsum komplett abgewöhnen werde. Aber er hat sich für mich definitiv drastisch verringert und ich gehe nochmal viel bewusster mit der Herkunft der Lebensmittel um. Daher bin ich froh, dass wir diesen Themenmonat bei Fraeuleinchen hatten.

Rebecca: Ich kann gar nicht glauben, dass schon vier Wochen rum sind. Natürlich haben wir mit Februar uns auch genau den kürzesten Monat ausgesucht und daher sollte es nicht verwundern, dass der schon vorbei ist. Ich habe parallel zur veganen Ernährung das Buch „Tiere essen“ gelesen. Noch habe ich es nicht ganz geschafft, da ich meistens nur im Zug lese, aber spannend ist es auf jeden Fall. Neue Informationen sind für mich nicht wirklich dabei gewesen, aber es hat einmal mehr den Blick und das Bewusstsein geschärft was, wie und warum wir essen.

Die vegane Ernährung fiel mir in diesem Monat sehr leicht. Zumindest der vegane Teil war sehr einfach. Schwieriger war es dann unterwegs sich vegan und fructosearm sich zu ernähren. Da habe ich dann eigentlich nicht beides einhalten können. Solange man zu Hause kocht, sind jegliche Einschränkungen aber überhaupt kein Problem. Auch habe ich weder Käse noch Eier und gar nicht erst Fleisch vermisst. Etwas, das ich nie von mir geglaubt hätte.

Su hatte ja schon angesprochen, dass es gerade auf Reisen schwieriger ist sich vegan zu ernähren und so war meine Ernährung auch von einigen vegetarischen Gerichten geprägt, da ich kürzlich in der Schweiz auf 3600m Höhe nichts veganes gefunden hatte. Okay, ich wollte einfach nach vier Stunden wandern durch den Schnee mich nicht nur mit einem Salat begnügen, sondern etwas Warmes essen. Da habe ich also zwei mal eine Ausnahme gemacht, sonst konnte ich es konsequent durchziehen. Anders als bei der damals durchgeführten Paleo-Challenge, habe ich übrigens nicht abgenommen und hatte auch kein Hungergefühl, sondern war wirklich immer mächtig satt. Mein Lieblingsgericht in diesem Monat war wohl ein veganes Mac’n’Cheese von She Can’t Eat What. Das wartet auch heute Abend wieder auf mich.

Ich werde auf jeden Fall weiter machen, nicht konsequent, aber bewusster. Morgen geht es für mich nach Tel Aviv und ich bin gespannt, was da auf mich wartet und werde Isas Tipps zum Reisen beherzigen. Die beiden haben übrigens passenderweise auch gerade einen veganen Guide für Tel Aviv veröffentlicht, den ich direkt abgespeichert habe.

Und das ist auch schon die perfekte Überleitung für den nächsten Themenmonat. Im März dreht sich alles um die orientalische, persische, israelische Küche. Wir zeigen euch, wo kann man in Berlin hingehen, was kann man zu Hause kochen und was bietet Tel Aviv Neues?

One Comment

  1. Pingback: gefüllte Aubergine mit Quinoa und Blumenkohl

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.